Promotionsprojekt von Katrin Lake (abgeschlossen am 22.09.2025)
Das Promotionsprojekt widmet sich der Fragestellung, wie Menschen nach erfahrener Hirnschädigung ihre Partizipation und Partizipationsmöglichkeiten aus subjektiver Perspektive erleben. Ausgehend von der Erkenntnis, dass soziale Netzwerke Ort und Bedingung von Partizipation darstellen, erfolgt der methodische Zugang über eine qualitative Erhebung egozentrierter, sozialer Netzwerke durch leitfadengestützte Netzwerkkarteninterviews. Mittels einer erweiterten Qualitativen Strukturalen Analyse der sozialen Netzwerke (Herz et al. 2015) können vier Motive gelebter Partizipation rekonstruiert werden. Mit ihnen gelingt eine erste Systematik des sich relational in sozialen Netzwerken ausbildenden subjektiven Sinns, der die aktiv gestaltete Partizipation von Menschen nach erfahrener Hirnschädigung leitet.