Am Freitag, den 6. März 2026 präsentierte Oliver Miller seine Ergebnisse zur Opferbiographie-Forschung zur Zeit des Nationalsozialismus vor einem Geschichtskurs der gymnasialen Oberstufe der St. Ursula-Schule Hannover. Nach einer 50-minütigen Vorstellung des Lebenslaufes der im Nationalsozialismus zwangssterilisierten Hannoveranerin Elfriede K. erfolgte eine angeregte Diskussionsrunde mit den anwesenden Schüler*innen bezüglich des Schicksals der präsentierten Person, aber auch hinsichtlich der Methodik einer Biographierecherche und der Auswertung bzw. Interpretation der erhobenen Daten. Von besonderer Anschaulichkeit für die Schüler*innen erwies sich die Tatsache der im Schulunterricht häufig nicht intensiv behandelten Verfolgung von vermeintlich >Asozialen< als aus der Gesellschaft ausgestoßene Erbkranke. Diese erste Begegnung mit Schüler*innen soll den Beginn einer Kooperation mit der Schule darstellen, die das Projekt als eine Facette ihres erinnerungskulturellen Konzeptes an ihrer Schule einbauen
möchten.