Das bislang von der Leibniz School of Education (LSE) geförderte Lehr-Lernprojekt MULTIK – Mehrsprachiges Unterrichten mit Lerntechnologien und Künstlicher Intelligenz begann zum 01.01.26 neu als Grundlagenforschung durch die Förderung vom Niedersächsischen Kultusministerium (MK Nds.) und der operativen Verwaltung des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ). Unter der Leitung von Dr. phil. Ulrich Stitzinger und der Mitarbeit von Patrick Wurster zielt das Forschungsprojekt auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Translanguaging. Zusätzlich wird das Projekt von Herrn Gianni Triantis, STR.,M.Ed. in der Funktion als Fachkoordinator zwischen Ministerium und Universität unterstützt.
Technologien mit KI bieten mittlerweile Lehrkräften wertvolle Werkzeuge, um dem derzeit knapp ein Drittel der Kinder in Deutschland, die mit einer Nicht-Deutschen Sprache aufwach-sen (Statistisches Bundesamt, 2025) gerecht zu werden und sprachliche Barrieren zu über-winden. Somit können die Potenziale sprachlich-kultureller Diversität in Schule und Unterricht gefördert werden (z. B. He & Cardoso, 2021). Dabei sind Translanguaging-Strategien geeig-net, das gesamtsprachliche Repertoire eines Kindes zu nutzen (García, 2020) und Lernleis-tungen in den Unterrichtsfächern zu steigern (z. B. Hansen-Thomas et al., 2020). Durch die Entwicklung, Erprobung und Evaluation entsprechender Lehr-Lernkonzepte an sechs aus-gewählten MULTIK Schulen in der Region Hannover sollen die Erkenntnisse zukünftig in den Bildungsalltag nachhaltig integriert werden.