Die Lernenden überlegen sich vorher, welche Möbel sie zeigen möchten und wo diese im Raum platziert sein sollen. Die Präpositionen (sur, sous, devant, derrière, entre, à côté de) werden dabei bewusst grammatisch korrekt und funktional eingebettet, was eine intensive Wiederholung und Festigung darstellt.
Teil B: Beschreibung und Vergleich der KI-generierten Bilder
Nachdem die Bilder erstellt wurden, präsentieren die Schüler:innen sie im Plenum oder in Kleingruppen. Dabei beschreiben sie die Bildinhalte auf Französisch, z. B. mit:
- Voici mon image. La chaise est entre le lit et le bureau.
- Sur le tapis, il y a une table blanche.
- La lampe est derrière le canapé, près de la fenêtre.
Die Lehrkraft achtet auf die korrekte Verwendung der Präpositionen und greift gegebenenfalls auf das Sprachmaterial aus den vorherigen Phasen zurück, um bei Unsicherheiten zu unterstützen. Alternativ kann im Plenum ein Rate-Quiz durchgeführt werden: Zwei KI-generierte Bilder werden gegenübergestellt, und die Schüler:innen hören einen französischen Satz/Prompt und entscheiden gemeinsam, zu welchem Bild dieser passt. Dabei wird sowohl das Hörverstehen als auch die korrekte Anwendung der Präpositionen spielerisch gefördert.
Teil C: Erweiterung – Öffnung in weitere Sprachen (optional oder als Differenzierung)
Stärkere Schüler:innen oder mehrsprachige Lernende können ihre Prompts zusätzlich in einer zweiten Sprache formulieren (z. B. Englisch, Spanisch oder Deutsch), um den Transfer zwischen den Sprachsystemen zu fördern.
Beispielhafte Transferarbeit:
- Französisch: La table est entre le lit et la fenêtre.
- Englisch: The table is between the bed and the window.
- Spanisch: La mesa está entre la cama y la ventana.
- Deutsch: Der Tisch steht zwischen dem Bett und dem Fenster.
Dies fördert nicht nur die Interkomprehension, sondern auch das bewusste Nachdenken über Unterschiede in Satzbau, Präpositionen und Artikeln in den verschiedenen Sprachen – eine wertvolle Brücke zur nächsten Phase (Sprachbewusstheit und Regelbildung).
5. Bewusstmachung und Regelbildung (Mehrsprachiger Sprachvergleich und Interkomprehension)
Jetzt wird sprachlich verglichen, analysiert und metasprachlich reflektiert. Die Klasse erstellt gemeinsam ein Raster, in dem zentrale Raumpräpositionen in Französisch, Deutsch, Englisch und Spanisch gegenübergestellt werden:
Reflexionsfragen zur Interkomprehension:
- Welche Präpositionen ähneln sich in den Sprachen? (z. B. entre – entre – between)
- Welche Sprachen verwenden zusammengesetzte Formen? (z. B. à côté de, al lado de)
- Wie wird das Verhältnis zwischen Präposition und Nomen markiert? (Artikel? „de“?)
- Welche Sprachen arbeiten mit Kasus? (z. B. Deutsch: unter dem Bett)
- Wo steht die Präposition im Satz – vor oder nach dem Nomen?
Metasprachliche Notizen der Lernenden:
- „Im Spanischen steht immer ‚de‘ nach der Präposition.“
- „Im Französischen gibt es viele Präpositionen mit ‚de‘, aber der Artikel verändert sich.“
- „Englisch braucht manchmal zwei Wörter für eine Präposition.“
- „Im Deutschen ändert sich der Artikel je nach Fall.“
Diese Phase kann durch eine kleine „Sprachenrallye“ ergänzt werden, bei der Gruppen bestimmte Strukturen in zwei bis drei Sprachen vergleichen und ihre Ergebnisse visuell (z. B. mit Icons oder Beispielsätzen) präsentieren.
Abschluss und Ausblick
Die Lernenden sichern ihr Wissen mit einer kurzen Zimmerbeschreibung in Französisch, wahlweise ergänzt durch eine mehrsprachige Version. Sie reflektieren, welche Strategien ihnen geholfen haben, die neuen Präpositionen zu verstehen und anzuwenden – sei es durch Bilder, Bewegung, Sprachvergleich oder durch die eigenen Prompts.
Als Hausaufgabe können sie ein weiteres Bild prompten und mit einem französischen Text versehen oder ein eigenes Mini-Dictionary der Raumpräpositionen in drei Sprachen gestalten.
Unterrichtsentwurf von Gianni Triantis