Lern- und Verhaltensschwierigkeiten treten in der Schule häufig gemeinsam auf. Dabei sind die Beziehungen von Lernprozessen und sozial-emotionalem Erleben vielfältig und multikausal. Im Rahmen unserer Forschung adressieren wir verschiedene Facetten dieser Zusammenhänge und zielen dabei auf die Identifikation von Ansatzpunkten für die Gestaltung von schulischer Unterstützung ab.
Lern- und Verhaltensschwierigkeiten treten in der Schule häufig gemeinsam auf. Dabei sind die Beziehungen von Lernprozessen und sozial-emotionalem Erleben vielfältig und multikausal. Im Rahmen unserer Forschung adressieren wir verschiedene Facetten dieser Zusammenhänge und zielen dabei auf die Identifikation von Ansatzpunkten für die Gestaltung von schulischer Unterstützung ab.
Themenfelder
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Leistungsdruck, Angst und Stress
Das Belastungserleben von Schüler:innen steht im Fokus zahlreicher Diskurse im Kontext der Bildungsforschung. Unter anderem berichten Lernende zunehmend von einem erhöhten Erleben von Leistungsdruck, der von leistungsbezogenem Angst- und Stresserleben begleitet wird sowie mit langfristigen negativen Konsequenzen einher gehen kann. Mit unserer Forschung möchten wir einen Beitrag dazu leisten, persönliche und situative Faktoren zu identifizieren, die einen Effekt auf das Belastungserleben der Schüler:innen haben. Dadurch soll ein besseres Verständnis für das Erleben der Lernenden entwickelt sowie Ansatzpunkte für Prävention und Intervention identifiziert werden.
Saskia Becker & Moritz Börnert-Ringleb
Aktuelle Publikationen:
Becker, S., & Börnert-Ringleb, M. (2024). Zur querschnittlichen Beziehung von Leistungsdruck, Leistungsorientierungen und dem Erleben von Angst und Stress in der Schule. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 27(5), 1329–1350. https://doi.org/10.1007/s11618-024-01250-7
Becker, S. J., & Börnert-Ringleb, M. (2025). Stress and anxiety in schools: A multilevel analysis of individual and class-level e ects of achievement and competitiveness. Frontiers in Education, 9(1519161). https://doi.org/10.3389/feduc.2024.1519161
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Bullying und psychologische Grundbedürfnisse
Bullying stellt ein zentrales Problem in schulischen Kontexten dar, das durch vielschichtige Ursachen und Motive gekennzeichnet ist. Dabei besteht die Annahme, dass die in der Selbstbestimmungstheorie formulierten psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenzerleben und sozialer Eingebundenheit motivational mit Bullyingverhalten in Zusammenhang stehen. Ausgehend von dieser Annahme könnten Lehrkräfte das Potenzial besitzen, präventiv auf Bullyingprozesse zu wirken, indem sie die sozialen und akademischen Erfahrungen der Lernenden prägen und somit auf die Befriedigung und Frustration der psychologischen Grundbedürfnisse Einfluss nehmen.
Ansprechpartner:
Aktuelle Publikationen:
Drengk, C., & Börnert-Ringleb, M. (2023). Eine Untersuchung der Beziehung von Bullying, dem Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit und unterstützendem Lehrkraftverhalten bei Schüler*innen in der Sekundarstufe. Empirische Sonderpädagogik, 1, 3–20. https://www.psychologie-aktuell.com/fileadmin/Redaktion/Journale/esp-2023-1/ESP_2023-1_3-20.pdf
Drengk, C., & Börnert-Ringleb, M. (2024). Zur Beziehung von Bullying, psychologischen Grundbedürfnissen und bedürfnisbezogener Wettbewerbsorientierung. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 1010-0652/a000393. https://doi.org/10.1024/1010-0652/a000393
Drengk, C., & Börnert-Ringleb, M. (2025). Eine Untersuchung der Beziehung von Bullying, schulleistungsbezogener Wettbewerbsorientierung und leistungsorientierter Lehrkraftpräferenz. Unterrichtswissenschaft. https://doi.org/10.1007/s42010-025-00231-x
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