Laufende Projekte

"EQUITY AND EQUALITY IN EDUCATION“ INSTITUTIONELLE UND SOZIALE DESINTEGRATIONSPROZESSE BEI SCHULPFLICHTIGEN HERANWACHSENDEN

Child-Wellbeing: International Cooperation. Interagency Collaboration to safeguard the welfare of children and young people

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Birgit Herz

Projektdurchführung: Kristin Balbach, M. Ed.

im Kooperationsverbund mit: Prof. Dr. Jane Callaghan (University of Stirling)

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    Laufzeit

    erste Projektphase: 01. April 2021 – 31. März 2022

     

    Projektbeschreibung

    Das Forschungsprojekt „Child Wellbeing: International Cooperation” fundiert eine gemeinsame verbindliche und längerfristige Forschungskooperation zwischen der Abteilung Pädagogik bei Verhaltensstörungen am Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover (LUH) und des „Centre for Child Wellbeing and Protection“ an der University of Stirling. Im Mittelpunkt steht in der ersten Projektphase eine Explorationsstudie zur Erforschung jener Faktoren, die die multi- und interprofessionelle Zusammenarbeit im Kinderschutz – insbesondere zwischen schulischen und außerschulischen Partner*innen – erschweren und/oder unterstützen.

    Mit der Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes (BKiSchG) am 1. Januar 2012 wurde ein bundeseinheitlicher Meilenstein institutionsübergreifender Kooperation und Vernetzung im Kinderschutz etabliert. Eines seiner Kernziele ist die Entwicklung interdisziplinärer Kinderschutz-Netzwerke (vgl. Abs. 1 § 3 KKG), in welche nun auch Schulen einbezogen sind (vgl. Abs. 2 § 3 KKG). Lehrkräfte und weitere pädagogisch Professionelle sind bei Anzeichen auf eine Kindeswohlgefährdung Kooperationspartner*innen im Kinderschutzsystem und verpflichtet, diesen nachzugehen, obwohl sie bisher keine kinderschutzspezifischen Kenntnisse erwerben konnten.

    Kernziel pädagogischer Professionalität ist hier die Schaffung eines institutionellen und personellen Rahmens, der eine multiprofessionelle und fallübergreifende Zusammenarbeit bei (drohender) Kindeswohlgefährdung zugunsten eines nachhaltigen, präventiven und partizipativen Kinderschutzes zu maximieren erlaubt. Das binationale Forschungsprojekt „Child Wellbeing: International Cooperation” setzt sich zum Ziel, mit den Forschungsergebnissen bestehende Barrieren im Kinderschutz abzubauen und innovative Strategien für eine multiprofessionelle und fallübergreifende Zusammenarbeit bei (drohender) Kindeswohlgefährdung zugunsten eines nachhaltigen, präventiven und partizipativen Kinderschutzes zu entwickeln.


Suche nach niederschwelligen Bildungsangeboten für „Drop-out Kids“

Projektdurchführung: Hannah Küwen (ehem. Thiel)

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    Laufzeit

    erste Projektphase SoSe 2019 - WiSe 2020

     

    Projektbeschreibung

    Mit gesellschaftlichen ökonomisch motivierten Umbauprozessen, ist auch das Erziehungs- und Bildungssystem in einer ständigen Dynamik. Es herrscht eine Kultur von ´Gewinnern´ und `Verlieren´ (vgl. Herz 2015), die insbesondere im pädagogischen Kontext zu riskanten Entwicklungen führen. Kinder und Jugendliche „in schwierigen Lebenslagen“ drohen aus schulischen Kontexten zu fallen (vgl. Schröder 2012). Für diese Gruppe Heranwachsender entwickelte sich eine Formenvielfalt von „Schulen am Rande“ (ebd. S. 14) mit dem juristischen Status von staatlich anerkannten Ersatz- oder Ergänzungsschulen. Diese befinden sich als Bestandteil des öffentlichen Bildungswesens überwiegend in freier Trägerschaft oder in Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe (auch Schulen der Sozialpädagogik genannt).
    Das Forschungsprojekt knüpft an zentralen Fragen des öffentlichen Diskurses zur Bildungspolitik der 90er Jahre an, welche bspw. die Bildungs- und Betreuungssituation von minderjährigen Obdachlose in Großstädten thematisierte.
    Zentrale Fragestellungen:

    • Welche niederschwelligen Bildungsangebote gibt es für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen?
    • Für welche Zielgruppe ist das Angebot ausgerichtet?
    • Welche strukturellen Rahmenbedingungen gibt es?
    • Ist es eine schulersetzende Maßnahme und gibt es Rückschulungen?


    Literatur:

    • Heckner, T. (2014): Erziehungshilfe und Schule. In: Macsenaere, M.; Esser, K.; Knab, E.; Hiller, S. (Hrsg.): Handbuch der Hilfen zur Erziehung. Freiburg im Breisgau: Lambertus. S. 487-494.
    • Herz, B. (2015): Inklusionssemantik und Risikoverschärfung. In: Kluge, S.; Liesner, A.; Weiß, E. (Hrsg.): Jahrbuch für Pädagogik 2015. Inklusion als Ideologie. Frankfurt am Main: Peter Lang, 59-76.
    • Herz, B./Dörr, M. (Hrsg.) (2010): Unkulturen in Bildung und Erziehung. Stuttgart: VS Verlag.
    • Schroeder, J. (2012): Schulen für schwierige Lebenslagen. Studien zu einem Sozialatlas der Bildung. Münster: Waxmann.

Erprobung einer Adaptation der Beziehungsachse der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik im Kindes- und Jugendalter (OPD-KJ-2) für schulische Handlungsfelder

Projektdurchführung: Jan Hoyer

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    Laufzeit

    10.2019-02.2020

    Forschungsprojekt

    Erprobung einer Adaptation der Beziehungsachse der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik im Kindes- und Jugendalter (OPD-KJ-2) für schulische Handlungsfelder

    Projektbeschreibung

    Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik im Kindes- und Jugendalter (OPD-KJ-2) stellt ein differenziertes klinisch-therapeutisches Diagnoseinstrument dar, welches für die schulische Praxis bisher nicht adaptiert worden ist und noch nicht unter dem Aspekt schulischer Einsatzmöglichkeiten diskutiert wird. Die OPD-KJ-2 kann den aktuellen Ansprüchen an sonderpädagogische Diagnostik im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung gerecht werden, liegt aber nicht in handhabbarer und operationalisierter Form für den schulischen Kontext vor.

    In diesem Projekt soll die Beziehungsachse sowie die Strukturachse der OPD-KJ-2 für schulische Handlungsfelder als Instrument zur Hypothesenbildung, zur Reflexion und zur Entwicklung von Förderzielen erprobt und die Erprobung ausgewertet werden. 

    Gefördert wird das Projekt durch Studienqualitätsmittel des Instituts für Sonderpädagogik