SES - Schau hin!

Der 16. Oktober ist der internationale Tag der Sprachentwicklungsstörung (SES)

Eine Sprachentwicklungsstörung (SES) ist eine Beeinträchtigung der kognitiven Verarbeitung, die bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen das Sprechen und/oder Verstehen von Sprache erschwert. Sie tritt bei ungefähr 7% der ein- und mehrsprachigen Kinder auf und wird mit Beeinträchtigungen des Schriftspracherwerbs und weiteren Lernbeeinträchtigungen in Verbindung gebracht.

Sich treffend ausdrücken und schnell verstehen können, was andere sagen, hat einen großen Einfluss auf das Gelingen sozialer Beziehungen. Deshalb können Sprachentwicklungsstörungen weitreichende sozial-emotionale Folgen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben, die bis ins Erwachsenenalter hineinreichen.

Eine frühzeitige Diagnosestellung und Behandlung durch Fachkräfte wie Sprachtherapeut*innen und Logopäd*innen kann das Ausmaß und die Folgen einer Sprachentwicklungsstörung deutlich mindern. Interventionen können aber nur wirksam sein, wenn ihre Qualität hoch und ihre Dauer ausreichend ist. Es werden immer vielversprechendere Behandlungsformen für SES entwickelt, die es auch betroffenen Kindern mit schweren kommunikativen Beeinträchtigungen ermöglichen an ihrem schulischen und privaten Alltag teilzuhaben.

Evidenzbasierte Informationen finden Sie in dieser kurzen Präsentation zu Ursachen, Symptomen und Folgen einer Sprachentwicklungsstörung.

Weitere Informationen liefern auch die Internetseiten der folgenden Verbände:

Deutscher Bundesverband für Logopädie (dbl)

Deutscher Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie (dbs)

Gesellschaft für interdisziplinäre Spracherwerbsforschung und kindliche Sprachstörungen im deutschsprachigen Raum (GISKID)