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Inklusive Didaktik im Förderschwerpunkt Sprache

Inklusive Didaktik im Förderschwerpunkt Sprache

AKTUELLE PROJEKTE


LINUS – Lernende im inklusiven Unterricht im Schwerpunkt Sprache

Interaktion_Kinder Interaktion_Kinder Interaktion_Kinder © Ulrich Stitzinger/IfS
  • Projektbeschreibung & Ziele

    Im Forschungsprojekt LINUS – Lernende im inklusiven Unterricht im Schwerpunkt Sprache wird die Aushandlung von Identität, welche in der Peergroup primär über den sprachlichen Kanal erfolgt, unter den Bedingungen von Inklusion analysiert. In der Studie werden Dialogsequenzen mit jeweils zwei Kindern als Gesprächspartner im Zusammenhang eines spielerischen thematischen Materialfeldes videographiert. Die sprachlichen Anteile dieser Aufnahmen werden nach der Transkription gesprächsanalytisch nach identitätsrelevanten sprachlichen Äußerungsbestandteilen untersucht. Damit werden Auswirkungen unterschiedlicher Gruppenzusammensetzungen auf die sprachliche Identitätsentwicklung bei Kindern erforscht. Mit den erwarteten Forschungsergebnissen soll ein Beitrag zur Stärkung von Lehrkräften in Zeiten des Umbaus zur schulischen Inklusion geliefert und der bildungspolitische Diskurs erweitert werden.

  • Leitung und Team

    Projektleitung: Dr. Ulrich Stitzinger

    Wissenschaftliche Gesamtleitung: Prof. Dr. habil. Ulrike Lüdtke

    Studentische Mitarbeitende:

    Sophia Brenken BA.

    Nadja Isermann BA.

    Pia Nehlert BA.                              

    Ronja Stöter BA

  • Laufzeit

    Laufzeit: 01/09/2011 – 31/10/2020

  • Kooperationspartner

                                 

  • Informationen für Studierende

    Im Rahmen des Forschungsprojektes besteht die Möglichkeit, Projekt- oder Abschlussarbeiten anzufertigen und sich auf diese Weise an der Forschung zu beteiligen. Bei Interesse oder weiteren Fragen wenden Sie sich gern an Dr. Ulrich Stitzinger

  • Publikationen

    Stitzinger, U. (2019). Pädagogik bei Beeinträchtigungen der Sprache und Sprachtherapie inklusiv verortet. In L. Rödel & T. Simon (Hrsg.), Inklusive Sprach(en)bildung – Ein interdisziplinärer Blick auf das Verhältnis von Inklusion und Sprachbildung (S. 87-101). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

    Stitzinger, U. (2018). Sprachliche Modelle in der Inklusion – Wie wirksam sind diese? In T. Jungmann, B. Gierschner, M. Meindl & S. Sallat (Hrsg.), Sprachheilpädagogik aktuell. Beiträge für Schule, Kindergarten, therapeutische Praxis. Bd. 3: Sprach- und Bildungshorizonte. Wahrnehmen – Beschreiben – Erweitern (S. 103-109). Idstein: Schulz-Kirchner.

    Stitzinger, U., Diehl, K., Gäbel, A. & Kopp, U. (2016). Sprachlich-kommunikative Unterstützung im inklusiven Unterricht – (Wie) kann das gelingen? In U. Stitzinger, S. Sallat & U. Lüdtke (Hrsg.) (2016), Sprachheilpädagogik aktuell. Beiträge für Schule, Kindergarten, therapeutische Praxis. Bd. 2: Sprache und Inklusion als Chance?! Expertise und Innovation für Kita, Schule und Praxis (S. 69-81). Idstein: Schulz-Kirchner.

    Stitzinger, U. & Sallat, S. (2016). Sprache und Inklusion als Chance?! – Herausforderungen für den Förderschwerpunkt Sprache. In U. Stitzinger, S. Sallat & U. Lüdtke (Hrsg.) (2016), Sprachheilpädagogik aktuell. Beiträge für Schule, Kindergarten, therapeutische Praxis. Bd. 2: Sprache und Inklusion als Chance?! Expertise und Innovation für Kita, Schule und Praxis (S. 17-36). Idstein: Schulz-Kirchner.


STIFT – Schriftkultur innovativ fördern und unterstützen

Schrift Schrift Schrift © Ulrich Stitzinger/IfS
  • Projektbeschreibung & Ziele

    Das Projekt wird durch die Abteilung Sprach-Pädagogik und -Therapie an der Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit dem Fachbereich Didaktik der sprachlichen und ästhetischen Fächer an der Universität Hamburg wissenschaftlich begleitet. Unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. Ulrike Lüdtke (LUH) und Prof. Dr. Petra Hüttis-Graff (UH) werden innerhalb der Laufzeit bis Juli 2020 exemplarische lehrgangsunabhängige Materialien zur individuellen Förderung von Schüler*innen und Schülern im schriftsprachlichen Bereich entwickelt und bereitgestellt. Die Anbindung des Projekts an die schulische Praxis leistet der fachliche Transfer über transprofessionellen Teams in NRW, bestehend aus Lehrkräften mit unterschiedlichen Expertisen der schulisch inklusiven Praxis. Die partizipative Grundorientierung des Projektes bietet optimale Bedingungen, Unterstützungsmöglichkeiten für Lehrkräfte im Deutschunterricht zu erforschen, praxisorientiert zu entwickeln und zu veröffentlichen, indem durch das Einbringen verschiedener Expertisen aus Wissenschaft und schulischer Praxis vielfältiges Wissen zusammengetragen wird. Dabei werden Medien und Materialien zum Einsatz im Unterricht in einem innovativen Konzept auf einer Webplattform gesammelt, die ähnlich dem Vorläuferprojekt PIKAS (für den Mathematikunterricht) kostenfrei zum Download zur Verfügung gestellt werden. Im Zentrum steht dabei die Verbesserung der Unterrichtsqualität insbesondere im Rechtschreiblernen. In gemeinsamer Kooperation wurde so zudem die Handreichung „Hinweise und Beispiele für einen systematischen Rechtschreibunterricht an Grundschulen in NRW“ erarbeitet. Außerdem findet u.a. durch den Austausch in Form von Fachvorträgen und Ringvorlesungen eine Einbindung in die Lehre statt.

    Die Webplattform dient dazu, Lehrkräften ein Forum zum gegenseitigen Austausch zu bieten, auf dem innovative hilfreiche und nützliche Materialien gesammelt werden, zum Beispiel:

    • Kriterienkatalog zur Analyse von Schreibprodukten
    • gesammelte Schülerdokumente (z. B. Schreibproben) und Unterrichtsbeobachtungen
    • Unterrichtspläne und –Ideen inkl. Materialien und Erläuterungen
    • anregendes Unterrichts- und Lehrmaterial
    • Videos und Präsentationen von Vorträgen, Fachdiskussionen oder anschaulichen Unterrichtssequenzen
    • Expert*innen-Interviews von Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis
    • Fachtexte und Glossar zum Thema Rechtschreibung
  • Leitung und Team
  • Laufzeit & Förderung

    Förderung: 

    Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

    Laufzeit: 

    08/2017 - 07/2020

  • Informationen für Interessierte

    Bei Fragen und für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne per Mail:

    julia.wendel@ifs.uni-hannover.de

  • Publikationen

    Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2019). Handreichung – Hinweise und Beispiele für einen systematischen Rechtschreibunterricht an Grundschulen in NRW. Düsseldorf (erarbeitet von C. Baark, P. Hüttis-Graff, U. Lüdtke, U. Stitzinger & T. Teichmann).

    Lüdtke, U. & Stitzinger, U. (2016). Förderschwerpunkt Sprache. In Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), Sonderpädagogische Förderschwerpunkte in NRW. Ein Blick aus der Wissenschaft in die Praxis (S. 20-27). Düsseldorf.

  • Weiterführende Informationen

Verbundprojekt DivKids PBS. Teilprojekt 3: Entwicklung der sprachlichen Interaktionsqualität

  • Projektbeschreibung & Ziele

    Gesamtprojekt DivKids-PBS

    Kinder in Kindertageseinrichtungen (Kitas) sollten sich unabhängig von ihrer sprachlichen, kulturellen oder sozialen Herkunft bestmöglich entwickeln können. Ein wirksames und zeitgleich praxistaugliches Konzept zu entwerfen und zu evaluieren, das vorschulische Bildungseinrichtungen in dieser Aufgabe unterstützt, ist Ziel des interdisziplinär angelegten Verbundprojekts „Diversität in Kitas als pädagogische Herausforderung: Förderung der Kompetenzen von Kindern und Fachkräften durch Program-Wide Positive Behavior Support“. In dem Verbundprojekt DivKids-PBS kooperieren unter der Leitung von Prof. Anna-Maria Hintz Forscherinnen und Forscher aus den Erziehungswissenschaften, der Pädagogik sowie den Sozialwissenschaften und der Sonderpädagogik der Universitäten Oldenburg, Vechta und Hannover. Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert das Gesamtprojekt für drei Jahre mit 770.000 Euro. Im Mittelpunkt steht das aus den USA stammende pädagogische Rahmenkonzept „Program-Wide Positive Behavior Support“ (PW-PBS). Dieses soll erstmals für Kitas in Deutschland angepasst und um weitere Aspekte ergänzt werden, um es anschließend in der Praxis umzusetzen und zu evaluieren.

     

    Teilprojekt 3: Entwicklung der sprachlichen Interaktionsqualität

    Sprachkompetenzen werden als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe gesehen. Pädagogische Fachkräfte haben die wichtige, aber auch herausfordernde Aufgabe, alle Kinder in ihrem Spracherwerb kompetent zu unterstützten und zu begleiten. Zugleich handelt es sich bei Sprache um einen komplexen Gegenstand, der eng mit weiteren Entwicklungsbereichen verknüpft ist. Im Rahmen dieses Teilprojekts sollen die Zusammenhänge sprachlicher und sozial-emotionaler Kompetenzen von Kindern im Vorschulalter untersucht werden; weiterhin ist die Entwicklung, Implementierung und Evaluation von Weiterqualifizierungsmaßnahmen im Bereich der alltagsintegrierten Sprachförderung geplant.

  • Leitung und Team

    Leitung: Dr. Ulla Licandro

    Team: Carolyn Andermann, M.A.

  • Laufzeit & Förderung

    Laufzeit: 06/2019 - 05/2022

    Förderung: MWK Niedersachsen (155.373€)