Laufende Projekte

InproKiG - Qualifizierungsmodule für die interprofessionelle Kooperation in inklusiven Grundschulen – Entwicklung & Evaluation des Manuals InproKiG

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Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Birgit Herz

im Kooperationsverbund mit: Prof. Dr. Silvia Wiedebusch, Prof. Dr. Elisabeth von Stechow, Prof. Dr. Stephan Maykus

gefördert durch: BMBF

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    Laufzeit

    erste Projektphase 2018-2021

     

    Projektbeschreibung

    Inklusive primarpädagogische Bildungsangebote erfordern eine enge und abgestimmte interprofessionelle Kooperation des multidisziplinären Schulteams. Nationale wie internationale Studien zeigen, dass insbesondere IntegrationshelferInnen, die Kinder mit besonderen Unterstützungs- und Förderbedarfen im Unterricht begleiten, bislang unzureichend in die berufsübergreifende Zusammenarbeit eingebunden sind.

    Das Kernanliegen des geplanten Forschungs- und Entwicklungsprojektes liegt daher darin, eine berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahme des pädagogischen Personals an inklusiven Grundschulen für die interprofessionelle Zusammenarbeit mit internen wie externen Kooperationspartnern zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Die Inhalte der zu entwickelnden Qualifizierungsmodule InproKiG werden an eine vorhergehende Bedarfsanalyse des Personals an inklusiven Grundschulen angepasst.

    Eine Erprobung erfolgt, indem die Weiterbildungsmaßnahme mit Schulteams an insgesamt 15 inklusiven Grundschulen in den Bundesländern Niedersachsen und Hessen durchgeführt wird. In der ersten Förderphase schließt die Erprobungsphase mit einer Evaluation ab, in der die teilnehmenden Schulteams zu ihren Erfahrungen mit der Umsetzung der Qualifizierungsinhalte sowie dem erlebten kurzfristigen Nutzen im Hinblick auf die interprofessionelle Zusammenarbeit in ihrer Bildungseinrichtung befragt werden.

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"Equity and Equality in Education“ Institutionelle und soziale Desintegrationsprozesse bei schulpflichtigen Heranwachsenden

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Birgit Herz


Suche nach niederschwelligen Bildungsangeboten für „Drop-out Kids“

Projektdurchführung: Hannah Thiel

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    Laufzeit

    erste Projektphase SoSe 2019 - WiSe 2020

     

    Projektbeschreibung

    Mit gesellschaftlichen ökonomisch motivierten Umbauprozessen, ist auch das Erziehungs- und Bildungssystem in einer ständigen Dynamik. Es herrscht eine Kultur von ´Gewinnern´ und `Verlieren´ (vgl. Herz 2015), die insbesondere im pädagogischen Kontext zu riskanten Entwicklungen führen. Kinder und Jugendliche „in schwierigen Lebenslagen“ drohen aus schulischen Kontexten zu fallen (vgl. Schröder 2012). Für diese Gruppe Heranwachsender entwickelte sich eine Formenvielfalt von „Schulen am Rande“ (ebd. S. 14) mit dem juristischen Status von staatlich anerkannten Ersatz- oder Ergänzungsschulen. Diese befinden sich als Bestandteil des öffentlichen Bildungswesens überwiegend in freier Trägerschaft oder in Verantwortung der Kinder- und Jugendhilfe (auch Schulen der Sozialpädagogik genannt).
    Das Forschungsprojekt knüpft an zentralen Fragen des öffentlichen Diskurses zur Bildungspolitik der 90er Jahre an, welche bspw. die Bildungs- und Betreuungssituation von minderjährigen Obdachlose in Großstädten thematisierte.
    Zentrale Fragestellungen:

    • Welche niederschwelligen Bildungsangebote gibt es für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen?
    • Für welche Zielgruppe ist das Angebot ausgerichtet?
    • Welche strukturellen Rahmenbedingungen gibt es?
    • Ist es eine schulersetzende Maßnahme und gibt es Rückschulungen?


    Literatur:

    • Heckner, T. (2014): Erziehungshilfe und Schule. In: Macsenaere, M.; Esser, K.; Knab, E.; Hiller, S. (Hrsg.): Handbuch der Hilfen zur Erziehung. Freiburg im Breisgau: Lambertus. S. 487-494.
    • Herz, B. (2015): Inklusionssemantik und Risikoverschärfung. In: Kluge, S.; Liesner, A.; Weiß, E. (Hrsg.): Jahrbuch für Pädagogik 2015. Inklusion als Ideologie. Frankfurt am Main: Peter Lang, 59-76.
    • Herz, B./Dörr, M. (Hrsg.) (2010): Unkulturen in Bildung und Erziehung. Stuttgart: VS Verlag.
    • Schroeder, J. (2012): Schulen für schwierige Lebenslagen. Studien zu einem Sozialatlas der Bildung. Münster: Waxmann.

Vom „Allgemeinen“ zum „Besonderen“ – Analyse der Datenlage zur inklusiven Schulpraxis unter besonderer Berücksichtigung des Förderschwerpunkts emotionale und soziale Entwicklung. Gegenüberstellung einer empirischen Makro- und qualitativen Mikroanalyse

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Herz
Projektdurchführung: Jochen Liesebach

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    Laufzeit

    seit 09/2013

     

    Projektbeschreibung

    Untersuchungsgegenstand des Forschungsprojektes ist die Entwicklung integrativer und inklusiver Transformationsprozesse in der Bundesrepublik. Anhand der Daten der Ständigen Konferenz der Kultusminister zur Sonderpädagogischen Förderung in den Bundesländern (KMK-Statistik) wird eine quantitative Analyse vorgenommen, die unter spezifischen Fragestellungen erfolgt. Es werden sowohl Entwicklungen in den einzelnen Bundesländer gegenübergestellt, als auch Entwicklungen aus der Perspektive der jeweiligen Fachrichtungen, wobei der Schwerpunkt der Analyse auf den Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung liegt. Zusammenhänge zwischen verschiedenen Kennzahlen (beispielsweise der Förder- und Inklusionsquote) können über eine längere Zeitachse beobachtet und interpretiert werden.

    Kontrastiert werden diese Ergebnisse in einem zweiten Schritt mit der direkten Inklusionspraxis. Hier soll der Rückgriff weder auf sogenannte Modellprojekte (bzw. -schulen) erfolgen, sondern vielmehr anhand einer inklusiven Stadtteilschule, in einem sozial benachteiligten Einzugsgebiet, die Realität der praktischen Integrationsversuche, die Ausstattung, die Ressourcenzuweisung und -verteilung, sowie der Umgang mit Schülerinnen und Schülern des Förderschwerpunktes erforscht werden.

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Der Umgang in Schulen mit Ordnungsmaßnahmen nach §61 des niedersächsischen Schulgesetzes

Projektdurchführung: Jochen Liesebach

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    Laufzeit

    erste Projektphase 2018

     

    Projektbeschreibung

    Ordnungsmaßnahmen sind gestufte Sanktionen, welche in der Regel bei groben Vergehen gegenüber Schülerinnen und Schülern ausgesprochen werden. Dabei ist die Vorgehensweise weites gehend formalisiert und im Niedersächsischen Schulgesetz festgeschrieben (vgl. NDSG §61ff).
    Da aber den Schulen bei der Bewertung der Vergehen Interpretationsspielräume gelassen werden (Was ist eine grobe Pflichtverletzungen, eine nachhaltige Unterrichtsstörungen, oder eine Leistungsverweigerung?), zeigt sich in der Praxis eine große Heterogenität in der Auslegung und im Umgang mit Ordnungsmaßnahmen. Somit wäre eine Fragestellung für das Forschungsprojekt:

    Welche Anlässe sind innerhalb der Schulen für die Verhängung von Ordnungsmaßnahmen verantwortlich?

    Ein weiterer Aspekt der Untersuchung ist die Einhaltung und der Ablauf der Verfahrensschritte, im Umgang mit Ordnungsmaßnahmen. Demnach müssen Ordnungsmaßnahmen von der jeweiligen Klassenkonferenz unter Vorsitz der Schulleitung entschieden werden. Darüber hinaus haben die betroffenen Schülerinnen und Schüler und deren Erziehungsberechtigten die Gelegenheit sich in der Klassenkonferenz zu äußern und sich dabei von vertrauten Personen unterstützen zu lassen (vgl. NDSG §61(6)). Dieser Aspekt, in Verbindung mit der Vorgabe auch „Erziehungsmittel“ von der Klassenkonferenz beschließen zu lassen, verweist auch auf die Möglichkeit des Einsatzes eher „pädagogische“ Interventionen hin, die vor den sanktionierenden Ordnungsmaßnahmen eingesetzt werden könnten. Hierdurch wären weitere Fragestellungen für die Forschungsarbeit möglich, wie beispielsweise:

    Welche Verfahrensschritte werden im Ablauf zur Sanktionierung mit Ordnungsmaßnahmen vorgenommen und regelhaft angewandt?

    Je nach Größe und Umfang der Stichproben sind Vergleiche zwischen Schulen einer Schulform (z.B. Grundschulen) und/oder eine schulformübergreifende Vergleichsuntersuchung (z.B. Vergleich Grundschule - Förderschule) vorstellbar. Innerhalb dieser Forschungsarbeit wären weitere Kriterien für eine Analyse des gesammelten Materials denkbar. Falls die erste Teilauswertung der Stichproben ertragreiche Ergebnisse liefert, kann das Projekt über einen längeren Zeitraum fortgeschrieben werden. Aufgrund der großen Bandbreite an Fragestellungen können zudem Teilprojekte innerhalb der Zeitplanung umgesetzt und abgeschlossen werden.