DepartmentsSprach-Pädagogik und -TherapieForschung
Spracherwerbsforschung und Cultural Linguistik Diversity

Spracherwerbsforschung und Cultural Linguistik Diversity

AKTUELLE PROJEKTE


QualiLinES – Qualifizierung Laatzener Kindertagesstätten – Evaluation Sprachbildung und Sprachförderung

  • Projektbeschreibung & Ziele

    Das Forschungsprojekt QualiLinES umfasst eine flächendeckende Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten im Abstand von zwei Jahren zur Sprachentwicklung von einsprachig und mehrsprachig aufwachsenden Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in Kindertagesstätten der Stadt Laatzen. Die Erhebung der Daten erfolgt mit dem Diagnostikinstrument LiSe-DaZ® (Schulz & Tracy, 2011) sowie mit zwei flankierend eingesetzten Begleitfragebögen, welche im Projekt entwickelt wurden, für pädagogische Fachkräfte sowie Erziehungsberechtigte. Damit wird die Sprachentwicklung der Kinder in Laatzen erfasst und sowohl mit individuellen als auch institutsbezogenen Merkmalen verglichen.

    In einem zusätzlichen Teilprojekt wird die Wirkung sprachlicher Interventionen in Dialogsituationen zwischen pädagogischen Fachkräften und Kindern untersucht. Hierzu werden Sequenzanalysen von Videographien durchgeführt und dabei Situationsmerkmale herausgearbeitet, bei denen die Kinder die Kommunikation mit der Bezugsperson von sich aus spontan aufrechterhalten. Mit den Ergebnissen soll ein Transfer auf vorteilhafte Sprachförderstrategien geleistet werden.

  • Leitung & Team

    Projektleitung: Dr. Ulrich Stitzinger

    Wissenschaftliche Gesamtleitung: Prof. Dr. habil. Ulrike Lüdtke

    Studentische Hilfskraft: Janna Meyer

  • Laufzeit & Förderung
  • Informationen für Eltern

    QualiLinES – worum geht es?

    Im Rahmen einer Langzeitstudie über zwei Jahre soll die Wirksamkeit des lokalen Konzeptes für die sprachpädagogische Arbeit in den Laatzener Kindertagestätten „Sprachbildung & Sprachförderung“ untersucht werden.

    Es handelt sich hierbei um ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Laatzen und dem Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover.

    Was wird gemacht?

    • Sprachüberprüfung der 3-jährigen Kinder mit LiSe-Da
    • Spielerisches Verfahren mit der Handpuppe Fine
    • Kindgerechte Einzelsituation mit der Sprachförderexpertin der Kita
    • Informationen über sprachliche Fähigkeiten der Kinder möglich
    • Anonyme Auswertung und Einhaltung des Datenschutzes
  • Informationen für Studierende

    Im Rahmen des Forschungsprojektes besteht die Möglichkeit, Projekt- oder Abschlussarbeiten anzufertigen und sich auf diese Weise an der Forschung zu beteiligen. Bei Interesse oder weiteren Fragen wenden Sie sich gern an Dr. Ulrich Stitzinger

  • Publikationen

    Lüdtke, U. & Stitzinger, U. (2017). Mehrsprachigkeit und Interkulturalität im Kita-Team nutzen. KiTa aktuell, 25 (6), 128-130.

    Lüdtke, U. & Stitzinger, U. (2017). Wie bringen wir Sahar nur zum Sprechen? – „Bewältigungsorientierte Sprachlernunterstützung“ von Kindern mit Fluchterfahrung unter besonderer Berücksichtigung der Potenziale mehrsprachiger und interkultureller Kita-Teams. In B. Lamm (Hrsg.), Handbuch Interkulturelle Kompetenz. Kultursensitive Arbeit in der Kita (S. 88-133). Freiburg: Herder.

    Lüdtke, U. & Stitzinger, U. (2017). Укрепить многоязычие! – Çok dilliliği güclendirmek! Entwicklung professioneller Selbstkompetenz und Stärkung sprachlich-kultureller Potenziale bilingualer Erzieherinnen. In A. Bereznai (Hrsg.), Mehr Sprache im frühpädagogischen Alltag. Potenziale erkennen, Ressourcen nutzen (S. 102-116). Freiburg: Herder.

    Stitzinger, U. (2019). Vom Potenzial zur Ressource. Pädagogische Fachkräfte im Kontext sprachlich-kultureller Diversität am Beispiel der Sprachbeobachtung. Wiesbaden: Springer VS Research.

    Stitzinger, U. (2014). Bilinguale pädagogische Fachkräfte als vorteilhafte Ressource in der Arbeit mit mehrsprachigen Kindern? In S. Sallat, M. Spreer & C. W. Glück (Hrsg.), Sprache professionell fördern. Kompetent – vernetzt – innovativ (S. 311-317). Idstein: Schulz-Kirchner.

    Stitzinger, U. & Lüdtke, U. (2014). Mehrsprachigkeit als Potenzial in Kita-Teams. nifbe-Beiträge zur Professionalisierung Nr. 2. Osnabrück: Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung.

    Zeitungsartikel Leine Nachrichten vom 24.04.2017

    Zeitungsartikel Neue Presse vom 12.05.2017

     

     


Neu immigrierte Kinder in der KiTa: Individuelle Spracherwerbswege

  • Projektbeschreibung & Ziele

    Aufgrund der hohen Anzahl von Kindern mit Flucht- oder Migrationshintergrund ist die Frage nach ihrer optimalen Sprachbildung und Sprachförderung zu einem zunehmend relevanten Thema der Fachpolitik und -praxis geworden, das nicht mehr nur einzelne Bezirke und Kindertageseinrichtungen (Kitas) betrifft. In der Praxis kann man beobachten, dass viele Kinder sehr schnell lernen und sich schon nach wenigen Monaten gut auf Deutsch verständigen können. Andere weisen auch nach längerer Zeit große Schwierigkeiten mit dem Gebrauch der Zweitsprache auf. Auf Seiten der frühpädagogischen Fachkräften herrscht Unsicherheit im Umgang mit diesen Kindern; davon betroffen sind insbesondere die Einschätzung der sprachlichen Fähigkeiten und die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen für sprachunterstützende Maßnahmen.

    Das Projekt NiKK versteht den Erwerb der neuen Sprache als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und zum zukünftigen Bildungserfolg und strebt die systematische Dokumentation individueller Spracherwerbswege drei- bis sechsjähriger neu immigrierter Kinder in Kitas an. Längsschnittlich werden dafür im Laufe eines Jahres zu mehreren Testzeitpunkten die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder in unterschiedlichen Alltagssettings erhoben. Die zusätzliche Dokumentation und Analyse von Kontextfaktoren bezüglich der Kinder, Familien, frühpädagogischen Einrichtungen und Fachkräfte soll die Komplexität des Erwerbsprozesses abbilden und Schlüsselfaktoren identifizieren, die den Zweitspracherwerb neu immigrierter Kinder beeinflussen. Im Sinne einer inklusiven und kultursensitiven Frühpädagogik können die Projektergebnisse zu  einer zielgruppenadäquate Sprachbildung und Sprachförderung neu immigrierter Kinder beitragen.

  • Leitung & Team
  • Laufzeit & Förderung

    Förderung: Wege in die Forschung II (LUH)

    Laufzeit: 05/2018 - 04/2020


TALC - Tool for Analyzing Language and Communication

  • Projektbeschreibung & Ziele

    TALC ist ein Projekt der interdisziplinären, interfakultativen Forschungsinitiative “Leibniz Lab for Relational Communication Research“ (Prof. U. Lüdtke, Institut für Sonderpädagogik/Abteilung Sprach-Pädagogik und –Therapie; Prof. J. Ostermann & Prof. B. Rosenhahn, Institut für Informationsverarbeitung). Im Projekt wird ein digitales System (Hard- und Software) entwickelt, welches es ermöglicht Spontansprachproben aufzunehmen und sowohl automatisch zu transkribieren als auch automatisch sprachlich/linguistisch auszuwerten.   

    Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf den Seiten des Leibniz Lab for Relational Communication Research.

  • Leitung & Team

    Leitung: Prof. Dr. habil. Ulrike Lüdtke, Prof. Dr.-Ing. Jörn Ostermann (Institut für Informationsverarbeitung)

    Team: Dr. Dana Marks, Hanna Ehlert, Lars Rumberg (Institut für Informationsverarbeitung)

  • Laufzeit

    2019 – 2024

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE


GED 4-9 ‒ Grammatikerwerb deutschsprachiger Kinder zwischen 4 und 9 Jahren. Teilstudie: Kontext Bildungshintergrund

Interaktion Frau und Kind Interaktion Frau und Kind Interaktion Frau und Kind © Motsch/ESGRAF-R by Reinhardt
  • Projektbeschreibung & Ziele

    Ausgehend von der Feststellung, dass bisher über kein ausreichend empirisch gesichertes Wissen hinsichtlich des Erwerbs grammatischer Fähigkeiten deutschsprachiger Kinder verfügt werden konnte, wurde diese Lücke in einer umfassenden multizentrischen Studie geschlossen. Für die kaum erforschte Lebensspanne zwischen dem vierten und neunten Lebensjahr wurden empirische Daten bezüglich des Grammatikerwerbs typisch sprachentwickelter deutschsprachiger Kinder erhoben.

    Die Hauptuntersuchung der Studie (Gesamtleitung Prof. em. Dr. Hans-Joachim Motsch, Universität zu Köln) wurde in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen (Teilprojektleitung Prof. Dr. Ulrike Lüdtke und Dr. Ulrich Stitzinger, Leibniz Universität Hannover) und Baden-Württemberg (Teilprojektleitung Prof. Dr. Margit Berg, aktuell PH Ludwigsburg) in Kindertagesstätten und Schulen durchgeführt.

    Untersucht wurden die grammatischen Fähigkeiten von monolingual deutsch aufwachsenden Kindern (n = 968) zwischen 4;0 und 8;11 Jahren. Bei der Stichprobenauswahl wurde eine Verteilung nach den Merkmalen Alter, Geschlecht, Stadt/Land und Schulabschluss der Hauptbezugsperson berücksichtigt. In der Teilstudie Niedersachsen wurden die Ergebnisse der grammatischen Fähigkeiten der Kinder (Subjekt-Verb-Kongruenz, Verbzweitstellung im Hauptsatz, Kasusfähigkeiten, Genusmarkierung, Pluralbildung, Verbendstellung im Nebensatz, Passivsätze und Konjunktivsätze) mit dem Bildungsabschluss der Hauptbezugspersonen korreliert.

  • Leitung & Team

    Teilprojekt Niedersachsen:

    Prof. Dr. habil. Ulrike Lüdtke

    Dr. Ulrich Stitzinger
     

    Wissenschaftliche Hilfskräfte:

    Dr. Susanne Schatral

    M.A. Patrycja Wysocka-Theeg

  • Kooperationspartner
  • Publikationen

    Ulrich, T., Penke, M., Berg, M., Lüdtke, U. & Motsch, H.-J. (2016). Der Dativerwerb ‒ Forschungsergebnisse und ihre therapeutischen Konsequenzen. L.O.G.O.S. Interdisziplinär, 3 (24), S. 176-190.

  • Laufzeit

    01/01/2013 - 31/12/2014


STEPs - Sprachförderung und -Therapie mit mehrsprachigen Kindern unter Einbezug von Peers

  • Projektbeschreibung & Ziele

    Der Mangel an zielgruppenadäquaten sprachdidaktischen Ansätzen für Kinder mit Sprachförderbedarf, die Deutsch als Zweitsprache erwerben, motivierte die Durchführung des Projekts ‚STEPs’. Es wurde das zentrale Ziel verfolgt, die sprachlichen und entwicklungsförderlichen Ressourcen von Peers in der Sprachförderung mehrsprachiger Kinder zu nutzen und die Effekte eines neu entwickelten Sprachförderkonzeptes, in dem mehrsprachige Kinder mit und ohne sprachlichen Förderbedarf zusammen lernen, zu untersuchen. Dieser Ansatz zielte somit darauf ab, die kulturelle, soziale und sprachliche Selbstkompetenz bilingualer Kinder zu entwickeln und zu stärken und für emotional verankerte sprachliche Ko-Konstruktionsprozesse zu nutzen. Dabei wurde das Peer Tutoring als kultursensitiver und ressourcenorientierter sprachpädagogischer Förderansatz für mehrsprachige Kinder im Vorschulbereich differenziert erforscht und in seiner Nachhaltigkeit erprobt.

    Auf wissenschaftlicher und individueller Ebene wurde im Projekt STEPs überprüft, ob die sprachliche Förderung im mehrsprachigen Kontext unter dem Einbezug von bilingualen Peers in Kindertageseinrichtungen positive Effekte auf ausgewählte sprachlich-kommunikative Fähigkeiten hatte. Forschungsmethodologisch bedeutete dies, dass ein Prä- Posttest- Design mit Experimental-, Kontroll- und Vergleichsgruppe gewählt wurde, wobei die Sicherung der externen Validität und der Nachhaltigkeit des Förderansatzes zentrale Aspekte darstellten

    Zusammenfassend betrachtet ließ das Forschungsprojekt vielfältige Potenziale der Peer-basierten Sprachförderung erkennen:

    • Betrachtung von Peers als sozio-emotional motivierende Lernvorbilder in sprachlichen Fördersitutationen,
    • Erkennen des abwechselnden und gemeinsamen Geschichtenerzählens von Peers als Motor für die Entwicklung der Erzählfähigkeiten,
    • Generalisierung der sprachförderlichen Interaktionen auf den KiTa-Alltag.
  • Leitung & Team

    Leitung: Prof. Dr. habil. Ulrike M. Lüdtke & Dr. Ulla Licandro

    Team: Dr. Nicole Mühlpforte, Ayda Candan

  • Laufzeit & Förderung

    Förderung: Nifbe / MWK Niedersachsen

    Laufzeit: 2011-2013

  • Publikationen
    • Licandro, U. (2016). Narrative Skills of Young Dual Language Learners. Acquisition and Peer-Mediated Support in Early Childhood Education and Care. Wiesbaden: Springer VS.
    • Licandro, U. & Lüdtke, U. (2016): Die Rolle der Kindergruppe. Sprachbildung und Sprachförderung unter Peers. In: Betrifft Kinder, 08-09, 10-13.
    • Licandro, U. & Lüdtke, U. (2012): „With a little help from my friends …“ – Peers in Sprachförderung und Sprachtherapie mit mehrsprachigen Kindern. In: L.O.G.O.S. Interdisziplinär (20,4,288-295).
    • Lüdtke, U. (2013): Потенциалы использовать ! – Potensiellerden faydalanmak ! – Potenziale fördern! – Bilinguale Peers, Eltern und Erzieherinnen als Ressourcen in der Sprachdiagnostik und Sprachförderung von mehrsprachigen Kindern. In: Hunger, I. & Zimmer, R. (Hrsg.): Inklusion bewegt. Kongressband zum 8. Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“, 28.02. – 02.03.2013, Schorndorf: Hofmann.
    • Lüdtke, U. & Licandro, U. (2017): Die Rolle der Peer-Group für die frühe Sprachbildung. In: frühe Kindheit | 02.17. Peer - Beziehungen in der frühen Kindheit (39-45). Deutsche Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft.
    • Lüdtke, U. & Licandro, U. (2017): Peers in KiTa-Gruppen – Potenziale für die Sprachförderung erkennen. In: nifbe (Hrsg.).Mehr Sprache im frühpädagogischen Alltag. Potentiale erkennen - Ressourcen nutzen (72-80). Herder.

BiKES - Entwicklung professioneller Selbstkompetenz und Stärkung sprachlich-kultureller Potenziale bilingualer ErzieherInnen

© Stitzinger/IfS
  • Projektbeschreibung

    Zielsetzung des Forschungsprojektes war die Ermittlung und Stärkung sprachlich-kultureller Potenziale der Mehrsprachigkeit und Interkulturalität in Kindertagesstätten-Teams, die in der Bundesrepublik noch zu wenig genutzt werden. Durch die Einbeziehung der Kompetenzen pädagogischer Fachkräfte mit mehrsprachigen und interkulturellen Bezügen eröffnet sich die Möglichkeit, eine professionelle und ressourcenorientierte Schnittstelle zwischen Prävention und pädagogischer sowie therapeutischer Intervention zu implementieren.

    Im Rahmen eines qualitativen Multiple Methods Designs wurde zunächst mit leitfadengestützten fokussierten Expertinnen- und Experteninterviews herausgearbeitet, dass pädagogische Fachkräfte mit den Erstsprachen Russisch, Türkisch oder Deutsch sowohl erfolgreiche Zugänge, Kenntnisse und Handlungsperspektiven als auch Unsicherheiten, Probleme oder Veränderungsbedarfe zur interkulturell-mehrsprachigen frühpädagogischen Arbeit aufweisen. Außerdem konnte belegt werden, dass durch eine Qualifizierungsmaßnahme mit Fallvignetten insbesondere mehrsprachige pädagogische Fachkräfte in der Lage sind, ihre Sprachbeobachtungskompetenzen im Kontext sprachlich-kultureller Diversität zu präzisieren und zu differenzieren. Durch eine Triangulation der verschiedenen Datensorten und einer Typisierung von Merkmalen pädagogischer Fachkräfte offenbarten sich bedeutsame Aspekte für eine vorteilhafte Ressourcennutzung für alle Fachkräfte.

  • Leitung & Team

    Projektleitung: Dr. Ulrich Stitzinger

    Wissenschaftliche Gesamtleitung: Prof. Dr. habil. Ulrike Lüdtke                            

    Wissenschaftliche Hilfskräfte:

    Dr. Susanne Schatral

    M.A. Patrycja Wysocka-Theeg

    Studentische Hilfskräfte:

    Berivan Akin MA.

    Alevtina Vasileva MA.

  • Laufzeit & Förderung
  • Kooperationspartner
  • Publikationen
    • Stitzinger, U. (2019). Vom Potenzial zur Ressource. Pädagogische Fachkräfte im Kontext sprachlich-kultureller Diversität am Beispiel der Sprachbeobachtung. Wiesbaden: Springer VS Research.
    • Lüdtke, U. & Stitzinger, U. (2017). Mehrsprachigkeit und Interkulturalität im Kita-Team nutzen. KiTa aktuell, 25 (6), 128-130.
    • Lüdtke, U. & Stitzinger, U. (2017). Укрепить многоязычие! – Çok dilliliği güclendirmek! Entwicklung professioneller Selbstkompetenz und Stärkung sprachlich-kultureller Potenziale bilingualer Erzieherinnen. In A. Bereznai (Hrsg.), Mehr Sprache im frühpädagogischen Alltag. Potenziale erkennen, Ressourcen nutzen (S. 102-116). Freiburg: Herder.
    • Stitzinger, U. (2014). Bilinguale pädagogische Fachkräfte als vorteilhafte Ressource in der Arbeit mit mehrsprachigen Kindern? In S. Sallat, M. Spreer & C. W. Glück (Hrsg.), Sprachheilpädagogik aktuell. Beiträge für Schule, Kindergarten, therapeutische Praxis. Bd. 1: Sprache professionell fördern. Kompetent – vernetzt – innovativ (S. 311-317). Idstein: Schulz-Kirchner.
    • Stitzinger, U. & Lüdtke, U. (2014). Mehrsprachigkeit als Potenzial in Kita-Teams. nifbe-Beiträge zur Professionalisierung Nr. 2. Osnabrück: Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung.
    • Stitzinger, U. (2013). Bilinguale Ressourcen von Pädagoginnen und Pädagogen für die Sprachbeobachtung und Sprachdiagnostik bei mehrsprachigen Kindern. In K. Rosenberger (Hrsg.), Sprachheilpädagogik: Wissenschaft und Praxis. Bd. 5: Sprache rechnet sich. Medium Sprache in allen Lernbereichen (S. 115-126). Wien: Lernen mit Pfiff.
    • Lüdtke, U. & Stitzinger, U. (2013). Sprachlich-kulturelle Vielfalt in KiTa-Teams. nifbe-Fachbeitrag. Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung. Verfügbar unter www.nifbe.de/fachbeitraege/beitraege-von-a-z

Leibniz CONNECT. Ein Projekt der Leibniz Werkstatt

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  • Projektbeschreibung

    Das Projekt Leibniz CONNECT lief als untergeordnetes Projekt der LeibnizWerkstatt mit dem Ziel, Studierende der Leibniz Universität zu befähigen, Sprachlernunterstützung für Geflüchtete zu leisten und sie für die komplexen Zusammenhänge zwischen Fluchterfahrung und dem Erwerb von Deutsch als Zweitsprache zu sensibilisieren.

    Im Rahmen von Leibniz CONNECT wurden drei Themenstränge verfolgt:

    • Herausarbeitung möglicher kommunikativer Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund
    • Erarbeitung einer kultursensiblen Sprachentwicklungsbeobachtung zur Ermöglichung frühzeitiger Intervention bei Sprachentwicklungsstörungen in Erst- und Zweitsprache
    • Einbezug der speziellen Anforderungen für eine gelungene Sprachlernunterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund

    Als Ergebnis des Projekts Leibniz CONNECT ist das Konzept der „Bewältigungsorientierten Sprachlernunterstützung“ (Lüdtke, Stitzinger, Ehlert; publiziert in: Lamm, B. (Hrsg.) (2017) „Handbuch interkulturelle Kompetenz – Kultursensible Arbeit in der Kita“ Herder Verlag) entstanden, welches Sprachförderung als Teil der Bewältigungsförderung von traumatischen Erlebnissen ansieht. Ziel des Konzepts ist es, dass die mehrsprachigen Kinder mit Fluchterfahrung sich durch verbesserte Sprachkompetenzen im Deutschen wieder als selbstwirksam erleben und das die pädagogischen Fachkräfte auch kommunikativ einen sicheren Ort herstellen, um Sprachlernen zu unterstützen. Grundlage des Konzepts bilden die Theorien zum mehrsprachigen Spracherwerb und dessen Förderung. Um die Sprachlernunterstützung an die speziellen Bedürfnisse der Klientel anzupassen, wurden Fördermethoden modifiziert, Elemente der Traumapädagogik eingearbeitet, besonderes Augenmerk auf traumatisch getriggerte sprachliche Beeinträchtigungen gelegt, die Potentiale mehrsprachiger pädagogischer Fachkräfte und Peers genutzt und die Unterstützung der Eltern einbezogen.

  • Leitung & Team
  • Laufzeit & Förderung

    Laufzeit: 2016 - 2017

    Förderung: Das übergeordnete Projekt LeibnizWerkstatt wurde vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert