DFG Projekt KOMMIT-Talk bewilligt

© Erstellt mit ChatGPT

Wie entwickeln Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsame Spielideen? Wer darf mitmachen und wer nicht? Wer kann sich beteiligen – und welche Strategien helfen dabei, Kommunikationsbarrieren zu überwinden? Dies sind Fragen, die das Projekt "Kommunikation unter Peers im KiTa-Alltag –Partizipationsmuster von Kindern mit Hörhilfen und Talkern" zu beantworten sucht. Zusammen mit der Fachgruppe "Heterogenität und Diversität unter besonderer Berücksichtigung inklusiver Bildungsprozesse" (Prof. Dr. Ulla Licandro) an der C.v.O. Universität Oldenburg wird die Abteilung "Pädagogik im Kontext Geistiger Behinderung" (Prof. Dr. Imke Niediek) ab 2027 drei Jahre lang gemeinsame Spiel- und Alltagssituationen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen im letzten Kindergartenbesuchsjahr mit Videokameras begleiten und im Projektverbund analysieren. Während der Standort Oldenburg besonders auf Gruppen mit Kindern mit Hörhilfen schaut, blickt der Standort Hannover auf Gruppen mit Kindern mit Talker. Durch den Vergleich der Kindergruppen untersucht KOMMIT-Talk, wie unterschiedliche Hör- und Kommunikationstechnologien die multimodale Kommunikation, die Organisation von Interaktionen und die Partizipation unter Peers beeinflussen. Auch forschungsmethodisch bringen beide Standorte ihre besondere Expertise ein: Während die Projektgruppe in Hannover qualitativ-sequenzanalytisch auf das Material blickt, wird der Standort Oldenburg quantitative Auswertungen vornehmen. Die Zusammenführung der Ergebnisse sollen dazu beitragen, kommunikative Strategien und Partizipationsmuster von Kindern zu identifizieren und für eine inklusionsorientierte Elementarpädagogik nutzbar zu machen.