Professionalisierung

ESMK EVALUATION DER UMSETZUNG DES BILDUNGSAUFTRAGS SPRACHBILDUNG UND SPRACHFÖRDERUNG IN NIEDERSÄCHSISCHEN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN

  • Projektbeschreibung & Ziele

    Wie wird der Bildungsauftrag Sprachbildung und Sprachförderung, der seit dem 01.08.2018 durch eine Novellierung des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG) im Land Niedersachsen gesetzlich verankert ist, in den niedersächsischen Kindertageseinrichtungen umgesetzt? Das ist die elementare Frage der Evaluation, mit der das Niedersächsische Kultusministerium (MK) das Institut für Sonderpädagogik, Abteilung Sprach-Pädagogik und -Therapie, Prof. Dr. habil. Lüdtke und Dr. Ulrich Stitzinger, sowie das Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (ies), Dr. Andreas Borchers und Beate Seusing, beauftragt hat. In den nächsten drei Jahren (2020–2022) werden die beiden Kooperationspartner somit flächendeckend im Land Niedersachsen und aus unterschiedlichen Perspektiven erforschen, wie alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in frühkindlichen Bildungseinrichtungen realisiert wird. Zentraler Dreh- und Angelpunkt wird hierbei die Zusammenarbeit mit verschiedensten Akteuren aus Administration und Praxis der Sprachbildung und Sprachförderung im Elementarbereich sein.  

    Untersucht wird im Rahmen der Evaluation vor allem, welche Auswirkungen die neuen gesetzlichen Regelungen auf verschiedene Zielgruppen haben und inwieweit die individuelle, alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen insbesondere für Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung unter den gegebenen Bedingungen gelingt.

    Dazu wird der Fokus auf drei Aspekte gerichtet:

    1. die Mittelverwendung der besonderen Finanzhilfe Sprachbildung und Sprachförderung;
    2. die konzeptionelle Ausgestaltung auf der Ebene der örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Kindertagesstätten;
    3. die Umsetzung des Bildungsauftrags in den Kindertagesstätten durch die beteiligten Akteure.

    Praktisch erfolgt dies zum einen über die Auswertung der Anträge zur besonderen Finanzhilfe, der Regionalen Sprachförderkonzepte sowie der pädagogischen Konzeptionen ausgewählter Kitas zum Bereich Sprachbildung- und Sprachförderung. Zum anderen werden Eltern, Kita-Träger, Kita-Leitungen und pädagogische Fachkräfte, Fachberatungen Sprache sowie Grundschulleitungen befragt. Zur Analyse und Bewertung werden verschiedene, sich ergänzende Methoden angewandt, wobei in erster Linie qualitative Dokumentenanalysen und quantitative Fragebogenerhebungen zum Tragen kommen werden.

    Aus den Ergebnissen sollen geeignete Handlungsempfehlungen hinsichtlich personeller, materieller und konzeptioneller Bedingungen zur frühkindlichen Sprachbildung und Sprachförderung landesweit abgeleitet werden.

    Weiterführende Informationen

    https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/fruhkindliche_bildung/trager/sprachbildung_und_sprachforderung/sprachbildung-und-sprachfoerderung-6020.html

  • Leitung & Team

    Team des IfS:

    • Prof. Dr. habil. Ulrike Lüdtke
    • Dipl.-Päd. Bettine Braunsdorf-Frehrking
    • Dr. Ulrich Stitzinger

     

    Team des ies:

    • Dr. Andreas Borchers
    • Beate Seusing
    • Bernd Behrensdorf
  • Laufzeit & Förderung

    Laufzeit: 02/2020–12/2022

    Förderung: Niedersächsisches Kultusministerium (MK)